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Sachsen
Lausitzer Rundschau: Sachsen beschließt neuen Kreiszuschnitt Viele offene
Baustellen
Was lange währt, wird noch lange nicht gut. Der Streit um die Kreis- und
Verwaltungsreform hat drei lange Jahre gedauert. Doch der Umbau, der eine
Menge notwendiger Einschnitte vollzieht, hinterlässt zugleich eine ganze
Reihe neuer, offener Baustellen. Betroffene Kreisstädte, Landkreise und
Oppositionsfraktionen werden Verfassungsklagen einreichen, weil sie
Nachteile, Ungerechtigkeiten und handwerkliche Mängel sehen - zu Teilen wohl
zu Recht. Die Landesverwaltung, die doch gestrafft und übersichtlicher
werden sollte, wird teilweise kaum nachvollziehbar aufgesplittert in
verschiedenste Zuständigkeiten. Statt Klarheiten zu schaffen, sind manche
der Entscheidungen kaum noch vermittelbar. Und wie groß die Einspareffekte
am Ende wirklich sind, steht in den Sternen. Natürlich sind Korrekturen wie
die in Sachsen allerorts im Osten nötig. Die Bevölkerung schrumpft, die
Zuwendungen aus Berlin und Brüssel schmelzen dahin. Die öffentliche Hand
muss daher ebenfalls mitschrumpfen. Insofern wäre sogar ein noch deutlich
größerer Wurf denkbar gewesen. Dennoch bewegt sich das Musterländle Sachsen
mit der Halbierung der Zahl der Kreise durchaus im Konzert der anderen
ostdeutschen Länder. Sachsen-Anhalt verringerte im Juli die Anzahl der
Kreise von 21 auf elf und zerteilte sogar alte Kreisgebilde.
Mecklenburg-Vorpommern preschte besonders weit vor und wollte nur noch fünf
Landkreise - scheiterte aber brutalstmöglich vor dem Verfassungsgericht.
Selbst in westdeutschen Ländern laufen bereits ähnliche Reformdiskussionen
an - und auch in Sachsen dürfte die Debatte um Kreise, Kommunen und Behörden
schon in einigen Jahren wieder neu beginnen.
Pressekontakt:
Lausitzer Rundschau
Telefon: 0355/481231
Fax: 0355/481247
ENERGY Sachsen komplettiert Führungsteam: Thomas Wetzel ab April neuer
Programmchef
Anfang April 2008 wechselt Thomas Wetzel vom Thüringer "radio TOP40" als
neuer Programmdirektor zu Radio ENERGY Sachsen. Damit übernimmt der
35-Jährige die personelle und fachliche Verantwortung für das gesamte
Tagesprogramm einschließlich der Morningshow "KNALLWACH mit FREDDY" und die
Musikredaktion der Jugendwelle. Mit Thomas Wetzel komplettiert ENERGY
Sachsen sein Führungsteam um Geschäftsführer Volker Schwarzenberg, der nach
dem Weggang von Lars Gerdau interimsweise auch die Programmverantwortung
inne hatte.
"Thomas Wetzel ist ein erfahrener Radiomacher, der sich in der Branche
bestens auskennt und weiß, was junge Hörer wollen", so ENERGY-Chef Volker
Schwarzenberg. "Es war nicht einfach, einen so zielstrebigen,
durchsetzungsfähigen und disziplinierten Profi mit frischen Ideen und
ehrgeizigen Zielen zu bekommen. Er war mein absoluter Wunschkandidat und ich
freue mich, künftig gemeinsam mit Thomas Wetzel arbeiten und das Beste für
den Ausbau unserer Marktposition tun zu können", so Schwarzenberg weiter.
Thomas Wetzel startete seine Radiolaufbahn nach einem dreijährigen Studium
der Verwaltungswissenschaften mit einem Praktikum und anschließendem
Volontariat bei Antenne Thüringen. Zum Team von "Radio TOP40" gehörte der
gebürtige Weimarer seit der ersten Stunde und begleitete u. a. als
verantwortlicher Projektleiter den Sendestart des thüringischen
Jungendsenders im Jahr 2000. Zuletzt war er hier verantwortlich für das
komplette Programm mit Musik- und Personalkompetenz.
ENERGY Sachsen ist das jüngste unter den sächsischen Radioprogrammen. Im
"Contemporary Hit"-Format bedient der Sender klar die Zielgruppe der 14- bis
29-Jährigen. Mit den aktuellen Hits aus den Charts und den kultigsten
Moderatoren bestimmt ENERGY Sachsen den Pulsschlag der jungen Hörerinnen und
Hörer im Freistaat. Mehr unter: www.nrj.de
Weitere Informationen:
Marion Schmidt, Pressesprecherin
Marion.schmidt@mir-media.de / 0341 355 355 315
Lausitzer Rundschau: Freistaat Sachsen übernimmt Tagebau-Seen: Jetzt ist
Brandenburg am Zug
Die Sachsen haben mal wieder die Nase vorn. Sie haben sich gemeinsam mit dem
Bergbausanierer auf Rahmenbedingungen für die schrittweise Übernahme von
Tagebauseen in Mitteldeutschland und der Lausitz in Landeseigentum geeinigt.
Damit ist der Weg frei für Investitionen von Freistaat, Kommunen und
Freizeitkapitänen an den und auf den Gewässern. Die Kommunen, denen zumeist
die Planungshoheit an den Ufern obliegt, können handeln - und etliche haben
das im Vorgriff und im Vertrauen auf eine wasserdichte Einigung von Bund und
Land Sachsen bereits getan. Insbesondere in Mitteldeutschland können sich
Wassersportler schon seit der Jahrtausendwende auf gefluteten Tagebauseen
austoben. Die weiteren Flutungen laufen planmäßig - mit leichter Verzögerung
auch in Ostsachsen. In der südbrandenburgischen Lausitz jedoch ist das
Wasser knapp, kluges Flutungsmanagement gefragt und das Problem der sauren
Seen noch zu lösen. Dennoch: Nach dem forschen Voranschreiten des
Landesnachbarn Sachsen ziehen die Ausreden der zuständigen Brandenburger
Landespolitiker nun nicht mehr. Den Akteuren, die auf Tourismus an den Seen
setzen und neben Landmarken, Treppen- und Aussichtstürmen auch Häfen,
Tauchstationen und schwimmende Häuser bauen lassen wollen, kann es eh nicht
schnell genug gehen. Etliche Kommunen harren bereits ungeduldig handhabbarer
Rahmenbedingungen. Denn erst wenn diese seitens des Landes und der LMBV
geregelt sind, herrscht auch für sie Klarheit, können sie ihre Ziele
vorantreiben. Da ist die Landesregierung in Potsdam am Zug. Sie muss endlich
Farbe bekennen. Der Zeitverzug gegenüber Sachsen ist zwar nicht
wettzumachen, aber eine saubere Privatisierungsregelung muss nun auch für
Brandenburg schnellstmöglich drin sein.
Pressekontakt:
Lausitzer Rundschau
Telefon: 0355/481231
Fax: 0355/481247
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