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"Herbert von Karajan war der herzenswärmste Mensch der Welt"
Mit Nachdruck rückt Eliette von Karajan das öffentliche Bild ihres Ehemanns,
des Jahrhundert-Dirigenten Herbert von Karajan, zurecht. Nicht kühl und
ablehnend sei er gewesen, sondern "der herzenswärmste Mensch der Welt",
sagte sie jetzt im Interview mit dem People-Magazin GALA (aktuelle Ausgabe,
24. Januar). "Er war großzügig, nicht nur mit den Kindern und mir, sondern
überall in seinem Umkreis." Wenn sie beispielsweise ein Bild gemalt habe,
habe er sich gefreut und gebeten: "Kann ich es beim Einschlafen bei mir
haben?" Eliette von Karajan: "Solches Gefühl zeigte er bei allen, egal ob
Orchestermitglied oder Hausangestellte." Ihre Begründung dafür, dass diese
Charakterzüge kaum bekannt sind: "Er hat immer Wert darauf gelegt, diese
Dinge nicht publik werden zu lassen. Bei ihm war es fast Bedingung zu sagen:
Wenn ich dir helfe, möchte ich bitte kein Aufsehen."
Herbert von Karajan wäre am 5. April 2008 hundert Jahre alt geworden. Aus
diesem Anlass schildert seine Witwe jetzt in dem Buch "Mein Leben an seiner
Seite" die gemeinsamen Jahre. 1958 hatte Karajan das französische Fotomodell
Eliette Mouret - sie war 19, er 30 Jahre älter. Das Paar bekam 1960 und 1964
die Töchter Isabel und Arabel. Seit Karajans Tod 1989 verwaltet seine Witwe
das Erbe und unterstützt junge Künstler.
Ihre gut drei Jahrzehnte währende Ehe beschreibt Eliette von Karajan im
GALA-Interview als eine "lange andauernde Harmonie". Wenn es doch einmal
Streit gegeben habe, "haben wir einander die Meinung gesagt. Viele haben
sich das bei ihm ja nicht getraut ..."
Pressekontakt:
Sabine Kobes
Textchefin
Redaktion Gala
Schaarsteinweg 14
20459 Hamburg
Tel.: 040/3703-4199
Fax: 040/3703-5744
Börnsen/Mißfelder: FSK - Langmut mit den Keinohrhasen
Anlässlich der öffentlichen Debatten über die Freigabe ab sechs Jahren für
den Film "Keinohrhasen" durch die FSK erklären der kultur- und
medienpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Wolfgang Börnsen (Bönstrup)
MdB und der zuständige Berichterstatter, Philipp Mißfelder MdB:
Fehlentscheidungen können vorkommen, doch ihre Korrektur auf die lange Bank
zu schieben, ist nicht akzeptabel. Til Schweigers Film "Keinohrhasen", eine
durchaus amüsante, kreativ kuriose Beziehungskomödie, macht schräge
Schlagzeilen.
Die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) hat dem Projekt das
Kennzeichen "Freigegeben ab 6 Jahre" erteilt. Hunderte von Eltern haben
dagegen heftig protestiert. Schleswig-Holsteins oberste Landesjugendbehörde
hat gegen die Freigabe den Appellationsausschuss der Länder angerufen. Viele
Dialoge werden als zu vulgär moniert, die Sexszenen als zu aufdringlich,
besonders unvertretbar für Kinder. Kinder in diesem Alter können wesentliche
Teile des Films nicht nachvollziehen und einordnen. Was nach dem Kinobesuch
nachbleibt, so urteilen Experten, sind oberflächlich rein sexfixierte
Handlungen von Erwachsenen; die beabsichtigte romantische Liebeskomödie
gerät in den Hintergrund.
Bereits Ende Dezember sind die ersten deutlichen Proteste bei der FSK
eingetroffen. Am 30./31. Januar kommt es nun zur Sitzung des zuständigen
Ausschusses, fast fünf Wochen später: viel zu spät! Über drei Millionen
Besucher hat dieser Film bereits gehabt und seinen Zenit offensichtlich
überschritten. Die mögliche Neubewertung kommt zu spät. Viele Eltern
verstehen die Freigabe ab 6 Jahre automatisch als Auszeichnung für einen
Kinderfilm ohne jugendgefährdende Inhalte. Was die FSK als unbedenklich
erklärt, ist noch lang keine Empfehlung. Dieses Missverständnis gilt es in
Zukunft aufzuklären.
Konkretere altersbezogene Auskünfte über Filmfreigaben auf der Webseite der
FSK sind ebenso notwendig wie ein sofortiges Handeln bei offensichtlichen
Fehlentscheidungen. In der überwiegenden Anzahl der Freigaben ist die
Orientierung durch die Feiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft nach
Auffassung von Erziehern und Eltern hilfreich. Deshalb muss die FSK bei
ihrem Korrektursystem umso dringlicher nacharbeiten, um ihrer Reputation
willen. Es spricht für die Filmemacher und Vater Til Schweiger, dass er
selbst von der Freigabe ab 6 Jahre überrascht war.
Pressekontakt:
CDU/CSU - Bundestagsfraktion
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