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Finanzen, Kredite, Versicherungen

Finanzen, Kredite, Versicherungen
Deutliche Erholung, Solartitel im Aufwind

Die deutschen Aktienindizes sind am Donnerstag nach dem neuerlichen Kursrutsch vom Vortag mit kräftigen Gewinnen gestartet. Positive Vorgaben aus Amerika und Fernost stützten. Der Dow Jones Index hatte sich am Mittwoch nach Xetra-Schluss um rund 470 Punkte erholt und sehr fest geschlossen, Nikkei- und Hang Seng Index schlossen sich heute der Tendenz an und lagen zum Handelschuss ebenfalls deutlich im Plus. Der DAX gewann 4,63 Prozent auf 6.737,37 Zähler. Der MDAX der mittelgroßen Werte legte 4,46 Prozent zu auf 8.423,65 Punkte. Für den TecDAX ging es um 5,02 Prozent auf 766,71 Punkte aufwärts.

Im TecDAX legten Solarwerte kräftig zu. Conergy (WKN: 604002) warteten mit einem Kurssprung um 15,33 Prozent auf 17,75 Euro auf, Solarworld (WKN: 510840) verteuerten sich um 9,83 Prozent auf 29,17 Euro, Solon (WKN: 747119) legten 8,56 Prozent zu auf 53,52 Euro, Q-Cells (WKN: 555866) verbesserten sich um 7,31 Prozent auf 63,00 Euro. Ersol Solar (WKN: 662753) gerieten etwas ins Hintertreffen mit einem Zuwachs von 1,82 Prozent auf 54,27 Euro. Auf Erholungskurs gingen auch die Titel des Windkraftanlagenbauers Nordex (WKN:A0D655). Sie verteuerten sich um 12,71 Prozent auf 26,60 Euro. Größter Gewinner im TecDAX waren die Aktien der Centrotherm Photovoltaics AG (WKN: A0JMMN). Sie gewannen 15,53 Prozent hinzu auf 43,90 Euro.

Im Fokus standen Siemens (WKN: 723610) nach Vorlage der Quartalszahlen. Der Technologiekonzern hat im ersten Geschäftsquartal Gewinn und Umsatz kräftig gesteigert und dabei die Erwartungen der Analysten größtenteils übertroffen. Auch für die Zukunft hat man ehrgeizige Ziele. Das Unternehmen wolle doppelt so stark wachsen wie die Weltwirtschaft; das Ergebnis der einzelnen Bereiche solle doppelt so stark zulegen wie der Umsatz, so Siemens-Chef Peter Löscher. Gute Voraussetzungen dafür habe man, denn die Auftragsbücher seien gut gefüllt. Anleger honorierten dies mit einem Kurszuwachs von 7,49 Prozent auf 87,56 Euro.
Versicherungen
Zu den größten Gewinnern gehörten Finanzwerte, allen voran die Titel der Deutsche Börse AG (WKN: 581005). Sie verteuerten sich um 8,45 Prozent auf 112,65 Euro. Um 6,89 Prozent auf 76,77 Euro verbesserten sich die Aktien der Deutsche Bank AG (WKN: 514000). Commerzbank (WKN: 803200) legten 3,68 Prozent zu auf 20,00 Euro. Ins Minus rutschten dagegen die Aktien der angeschlagenen Hypo Real Estate Holding AG. (WKN: 802770). Sie verbilligten sich um 2,19 Prozent auf 19,22 Euro.

Im Blickpunkt Finanzenstand erneut Apple (WKN: 865985). Aktien des Unternehmens gleichten ihren Vortagsverlust heute mit einem Kurssprung um 8,40 Prozent auf 96,80 Euro wieder aus. Das Unternehmen hatte den Markt zuletzt am Dienstag nach Börsenschluss mit einer schwachen Prognose für das kommende Quartal enttäuscht. Analysten von AC Research gaben gestern dennoch die Empfehlung, den Wert weiterhin zu halten.

Cuervo Resources Inc. (WKN: A0MS8K) warteten mit einem Kurssprung von 23,33 Prozent auf 1,11 Euro auf. Das Unternehmen hatte bereits vor einigen Tagen sehr gute Bohrergebnisse von seinem Eisenerz-Projekt Cerro Ccopane im Süden Perus gemeldet.

"Anleger handeln auf eigene Gefahr. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten. Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen (http://www.boerse-berlin.de) der Börse Berlin AG."

Pressekontakt:
Rückfragen bitte an:
Petra Greif
Marketing
Fasanenstr. 85
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Deutsche Kreditinstitute kupfern beim Einzelhandel ab

Die Kreditinstitute in Deutschland setzen auf die Erfolgsrezepte des Einzelhandels, um den Filialvertrieb zu stärken. Insbesondere bei der Ausgestaltung der Verkaufsprozesse sind entsprechende Konzepte bereits in Arbeit. So betreiben 56 Prozent der Institute eine aktive Kundenansprache in der SB-Zone oder dem Filialraum. 30 Prozent planen eine Kundenkommunikation analog zum Einzelhandel. Eine Mehrheit orientiert sich zudem an den allgemeinen Öffnungszeiten. Jedes dritte Institut hat die Filialöffnung auf die Abendstunden oder auf Samstage ausgedehnt. Bei einem weiteren Viertel der Banken ist eine Ausweitung der Öffnungszeiten geplant. Das ergibt die Studie "Filialkonzepte und Vertriebsqualifizierung im Retail Banking" von Steria Mummert Consulting in Zusammenarbeit mit ibi research an der Universität Regensburg.

Betrachtet man die Verkaufssituation in den Filialen, so hat hier die klassische Produktpräsentation aus dem Einzelhandel bereits weitgehend Einzug gehalten. 89 Prozent der Institute verfügen über eine saisonal und thematisch wechselnde Schaufensterdekoration. Ähnliches gilt für die Darstellung von Sonderangeboten. Dieses Werbeinstrument wird von drei Viertel der befragten Banken genutzt und ist bei weiteren zwölf Prozent geplant. Gut die Hälfte der Institute bietet zudem "Bankprodukte zum Anfassen" an - beispielsweise in Form handlicher Vorteils-Boxen. Diese werden in Laufrichtung des Kunden in Produktdisplays platziert und enthalten alle relevanten Produktinformationen - vom Girokonto bis zur Geldanlage. Weitere knapp 20 Prozent der Befragten planen die Einführung dieser vertriebsunterstützenden Strategien in den nächsten Jahren. 50 Prozent der Banken stehen diesem Konzept jedoch noch ablehnend gegenüber.

Die Betrachtung der in den Bankfilialen angebotenen Produkte zeigt, dass die aus verschiedenen Einzelhandelsbranchen bekannte Angebotsvielfalt auch im Bankbereich zu finden ist. Der Einsatz von Aktionsangeboten, die im Rahmen von Vertriebskampagnen zeitlich befristet beworben werden, wird von knapp 80 Prozent der Befragten unterstützt. Saisonale Produkte setzen dagegen nur knapp die Hälfte der Institute ein. Dieser Vertriebsansatz bleibt damit hinter den Aktionskampagnen deutlich zurück.

Kampagnen in den Filialen selbst spielen bei den Maßnahmen, den Kundenzulauf zu erhöhen, eine entscheidende Rolle. 92 Prozent der Institute halten ein solches Marketingvorgehen für wichtig. Mit deutlichem Abstand folgen Promotionaktionen, bei denen der Kunde beispielsweise Incentives in Form von Gewinnspielen oder Give-aways erhält: Diese aus dem Einzelhandel bekannte Maßnahme wird nur von gut der Hälfte der Banken als wichtig eingeschätzt. Eher gering ist auch die Bedeutung von Musik im Verkaufsraum und die Integration eines Cafés oder einer Bar in der Filiale. Drei Viertel der befragten Institute wollen auch in Zukunft ihr Filialkonzept nicht in dieser Weise erweitern.

Hintergrundinformationen Für die Studie "Filialkonzepte und Vertriebsqualifizierung im Retail Banking" wurden 1.000 deutsche Banken aus allen drei Institutsgruppen angeschrieben. Auswahlkriterium war das Vorhandensein eines Filialvertriebs. Der Befragungszeitraum erstreckte sich über drei Monate von Mai bis Juli 2007.

Pressekontakt:
Jörg Forthmann
Faktenkontor GmbH
Telefon: (040) 227 03-7787
Fax: (040) 227 03-7961
Joerg.Forthmann@faktenkontor.de

Fax: 030 / 31 10 91 78
 




 
 

 




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