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Die Strafe der Sünde - warum Lustseuchen immer noch Tabu sind im neuen
economy
Tripper und Syphilis, Geißeln der Vergangenheit kehren zurück www.economy.at
Wien - Geschlechtskrankheiten sind immer noch ein Tabuthema. Wenn jemand in
Österreich Tripper bekommt, wird das nicht lange seine Privatsache bleiben.
Denn laut Gesetz besteht eine ärztliche Meldepflicht für diese unangenehme
Krankheit, ebenso für die Syphilis, das Lymphgranulom, den Weichen Schanker
und natürlich für Aids (Acquired Immune Deficiency Syndrome).
Sorglose Erotik Europäer
Wer sich damit in einer peinlichen, isolierten Situation wähnt, der kann
zumindest in dieser Hinsicht "getröstet" werden: Entgegen der weit
verbreiteten Volksmeinung, diese "klassischen Geschlechtskrankheiten" (Aids
ausgenommen) seien stark im Rückgang oder, wie im Fall der Syphilis, sogar
ausgerottet, ist das Gegenteil der Fall. Nach den ärztlichen Meldungen und
Erkenntnissen der Gesundheitsbehörden nimmt diese Krankheit wieder deutlich
zu.
Wie etwa die Londoner Health Protection Agency erhoben hat, stieg die Zahl
der Syphilis-Diagnosen in Großbritannien zuletzt wieder erkennbar deutlich
an, es kam zum Beispiel in der jüngsten Vergangenheit zu einer
besorgniserregenden Häufung von Syphilis-Fällen in England und Wales. Auch
das Wissenschaftsmagazin Eurosurveillance berichtet von unüblich hohen
Infektionen rund um die Jahrtausendwende bis heute in bestimmten
"Gemeinschaften", die auf "unsichere" sexuelle Kontakte zurückzuführen
seien.
Fehlende Aufklärung
Nun wird auch in Österreich eine Zunahme der Geschlechtserkrankungen
festgestellt. Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky (ÖVP) hat erst kürzlich
im Zuge ihrer Kondomkampagne wieder gewarnt, dass die Zahl aller möglichen
Geschlechtskrankheiten auch hierzulande wieder im Steigen begriffen ist.
Sexuelle Kontakte würden "zu sorglos" eingegangen, das zeige etwa der
besorgniserregende Anstieg von Syphilis-Fällen: Seit dem Tiefpunkt an
Neuinfektionen im Jahr 1993 mit 124 Fällen stieg diese Zahl bis heute in
Österreich auf mehr als das Dreifache.
Die diesbezügliche Aufklärung sei "weitaus schlechter als vor 20 Jahren",
kritisiert Kdolsky. Bis Ende 2006 gab es überdies in Österreich insgesamt
2522 Aids-Erkrankungen bei 1439 Todesfällen. Allein im vergangenen Jahr gab
es 435 bestätigte Neuinfektionen mit der Immunschwächekrankheit.
Im Grunde sind sich die Mediziner einig, dass sich Geschlechtskrankheiten in
den überwiegenden Fällen durch den konsequenten Gebrauch von Kondomen
eindämmen lassen, abgesehen von Hepatitis B, gegen die es eine Schutzimpfung
gibt.
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Ausgabe weitere Interviews, Stories und Kommentare von Alexandra Riegler,
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Antonio Malony, Sonja Gerstl und Manfred Lechner.
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economy wurde 2006 auch inoffiziell von der MA (Mediaanalyse) als
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